„Im Sturm“

Der Sturm kam auf leisen Sohlen.

Tobte, zischte, verwüstete, grollte, fegte, raste, zerstörte.
Gnadenlos.
Dein Herzschlag verlangsamte sich.
Die Schwingung wurde eingestellt.
Die Lebensgeister gingen zur Ruh.
Der Schlaf stellte sich ein.

Doch du bliebst trotzdem wachsam.
Mit geschlossenen Augen verlagert sich die Aufmerksamkeit.
Auf die Worte der anderen. Auf das Gesagte.
Worte können scharf wie ein Messer schneiden.
Und du hörst auf einmal ganz deutlich, wer dir eigentlich noch zuhört.
Wer will es hören, dein Leid, deine Qual.
Und dann, eines Tages, öffnest du wieder die Augen.
Der Sturm ist vorbei.
Und du bist wieder aufmerksam für all das Schöne um dich herum.

Und du weißt nun ganz klar, wer Wegbegleiter bleibt.
Und wer nicht.

AYO